So banal und überflüssig diese Frage auch klingen mag, irgendwann im Leben muss man sich auch mal mit seiner eigenen Identität außeinandersetzen. Wer bin ich eigentlich? Selbst ist man oft nicht in der Lage, sich gut zu beschreiben, also mein Tipp: Holt Euch doch einen Provinzjournalisten in der Existenzkrise, der ein erhöhtes Pulikationsbedürfnis hat!
“Wie soll mir so jemand etwas über mich erzählen?”, denke sich sicher viele. Bei mir hat es wunderbar geklappt und das Ergebnis kann man sogar online unter mediendenk nachlesen. Ich bin ein Trittbrettfahrer. Das Resultat muss natürlich genauer durchleuchtet werden, denn “Trittbrettfahrer” hat nicht nur eine Bedeutung. Blogmichamarsch klärt auf.
Beförderungserschleichung?
Die urspüngliche Bedeutung des Wortes geht auf jene Personen zurück, die sich von öffentlichen Verkehrsmitteln kostenlos befördern ließen. Man fuhr also ohne gültige Fahrkarte auf dem Trittbrett der Straßenbahn mit und wird so zum Trittbrettfahrer. In Istanbul ist das auch heute noch zu sehen.

Doch ich möchte nicht zu weit von Thema abkommen, denn es geht ja um meine Identität. Und es stimmt tatsächlich. In diesem Sinne bin ich ein Trittbrettfahrer. Im Sommer 1998 wurde ich in der S5 von Herrsching Richtung Innenstadt beim Schwarzfahren erwischt. Satte 120 DM musste ich damals bezahlen, da ich weder für mich, noch für mein Fahrrad einen gültigen Fahrschein hatte. Also: Volltreffer von mediendenk.
Metaphorik!
Natürlich gibt man sich beim Passauer Pressebüro nicht mit nur einer Dimension eines Begriffst zufrieden. Wie der Name schon sagt, denkt man hier weiter. Hierzu muss man sich den Trittbrettfahrer im übertragenen Sinn vorstellen, also jemanden, der die Nutzung eines Gutes ohne Gegenleistung erlangt. Was dies mit meiner Person zu tun hat, kann bei mediendenk nachgelesen werden und dafür möchte ich mich natürlich revanchieren.
Ein (meiner Meinung nach) leichter verständliches Beispiel für einen Trittbrettfahrer liefert die Agentur nämlich selbst: Dessen Inhaber und Leiter ließ im Rahmen der Passauer Summer School, bei der er über das Thema “freier Journalismus” referieren sollte, motivierte Nachwuchsjournalisten von 9:00 bis 17:00 Uhr einen Strafprozess beobachten. Anschließend verfassten die Studenten einen Artikel, der Minuten nach Fertigstellung an zwei Münchner Tageszeitungen verkauft wurde. Das Geld dafür bekommt natürlich Hubert D. und nicht die Teilnehmer der Summer School. Sie haben an diesem Tag dafür ihre Lektion “freier Journalismus” gelernt. Ganz nach dem Motto: Ich bin mal so frei…